Kaltwassertechnik – effiziente und nachhaltige Klimatisierung mit einem Wassersystem

Direktverdampfungssystem oder Kaltwassersystem?

Auf dem ersten Blick scheint für den Verbraucher kein großer Unterschied, denn sowohl das Prinzip der Kälteerzeugung als auch das Endergebnis sind gleich. Bei beiden Kreisläufen wird Wärme eingespeist und das im Kreislauf befindliche Kältemittel erzeugt die gewünschte Kühlung. Außerdem verfügen beide Prinzipien über ein Innengerät und über ein Außengerät. Ersteres nimmt die Wärme aus den Räumen auf, letzteres gibt die Wärme an die Außenluft ab. Der Unterschied liegt im Kältemittel selbst. Kaltwassersysteme reduzieren die Menge des Kältemittels auf ein Minimum. Anstatt das Kältemittel durch das gesamte Gebäude zu leiten, dient ein zusätzliches Medium als Kälteträger. Deshalb wird das Kaltwassersystem auch oft als indirekte Verdampfung bezeichnet. Das Direktverdampfungssystem benötigt hingegen sehr lange Kältemittelleitungen und dementsprechend große Mengen an Kältemitteln.

Kaltwassersysteme haben integrierte Kaltwassersätze, welche eine in sich geschlossene Einheit darstellen. Durch das Wasser wird die eingespeiste Luft gekühlt. Mit Hilfe von Glykol, auch bekannt als Frostschutzmittel, kann die Luft sogar weit in den Minusbereich abgekühlt werden.

Qualitativ hochwertige Kaltwassersysteme ermöglichen eine lange, störungsfreie Leistung sogar bei hoher Beanspruchung.

Die Kaltwassertechnik hat ein weites Anwendungsgebiet. Mögliche Einsatzgebiete stellen Produktions- und Industriebetriebe, Privathaushalte Hotels oder auch Gastronomien dar.

Kaltwassersysteme – umweltschonend, zukunftsorientiert und unabhängig

Da die Kaltwassertechnik überwiegend auf das Element Wasser setzt, ist eine umweltschonende Alternative zu herkömmlichen Kältemitteln geschaffen. Dies trägt nicht nur zur Verbesserung des Raumklimas bei, sondern ist auch besonders umweltschonend. Mit Kaltwassersätzen lassen sich auch viele gesetzliche Vorschriften einfach bewältigen. So hat die DIN EN 378-1 hohe sicherheitstechnische und umweltrelevante Ansprüche. Da Wasser weder brennbar, noch explosiv oder giftig ist, sind diese Anforderungen ohne Schwierigkeit erfüllt.

Auch die relative kleine Füllmenge von Kältemittel stellt einen großen Vorteil dar. So werden Kältemittel immer stärker kontrolliert. Durch die relativ neue F-Gas-Verordnung wurde beispielsweise ein Verbot für viele Kältemittel erhoben. Durch das wirtschaftliche Prinzip von Angebot und Nachfrage werden Kältemittel so in Zukunft mehr kosten. Außerdem entgeht man mit Hilfe von Kaltwassersätzen der hohen Wahrscheinlichkeit eines Kältemittelwechsels in naher Zukunft. Die Kaltwassertechnik stellt somit ein zukunftsorientiertes System dar.

Bezogen auf die Bauart des Kaltwassersystems ist die Minimierung von möglichen undichten Stellen hervorzuheben. Bei einem Direktverdampfungssystems befindet sich – wie oben bereits erläutert – im gesamtem Rohrverlauf Kältemittel. Vom Gesetzgeber her ist es Pflicht, regelmäßige Prüfungen auf mögliche undichte Stellen durchzuführen. Da das gesamte Rohrnetz kontrolliert werden muss, ist das zwangsläufig ein großer Aufwand. Beim Kaltwassersystem muss lediglich der Kältekreis im zusätzlichen Medium kontrolliert werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt stellt der flexible Einsatz eines eingebauten Kaltwassersystems dar. So kann die Kaltwassertechnik frei mit regenerativen Heizsystemen (beispielsweise Wärmepumpen oder Pelletheizungen), Solaranlagen oder auch mit Gasheizungen kombiniert werden.